Hier ein kleiner Ausschnitt unserer CD, die in Kürze erscheinen wird.

"Kopf hoch, Herr Kapitän"  ist ein Titel, den der Komponist Christian

Bruhn uns zur Verfügung gestellt hat.Ein absoluter Knüller !!!



2009 besuchte uns der WDR mit seinem Team - für eine Lokalzeit-Reportage:


Party - Stimmung - Karneval

Die Twins beim Grillfest der "Rheingeschmeckten" ....  mit Jeck-S....

und der WDR war auch dabei....

Sie singen und trinken Kölsch
Von STN, aktualisiert am 09.02.2010 um 04:32

So viel Liebe zu Köln wird man selbst bei gebürtigen Domstädtern schwerlich finden. Die Zwillinge Volker und Hartmut Gampe, geborene Schwaben, stehen auf Köln, Karneval und vor allem kölsche Musik. Damit erfreuen die Alleinunterhalter ihr schwäbisches Publikum.
Von Marion Busacker

SINDELFINGEN. Man muss sich keine Hausnummer merken. Wer zu Hartmut und Volker Gampe möchte, hält einfach vor dem Gebäude, an dessen Tür großformatig das Kölner Stadtwappen prangt. Jeder der Zwillinge bewohnt eine Hälfte des Hauses. Oder, wie es Hartmut in feinstem Kölsch mit schwäbischem Singsang formuliert: ¸¸Einer links eröm, einer rächs eröm.' Einer links rum, einer rechts rum, eine Anspielung auf einen Albumtitel der Kölner Band Bläck Fööss aus den 70er Jahren.

Man ahnt es schon, doch spätestens beim Betreten des Proberaums im Keller wird jedem klar, dass die Herzen der schwäbischen Zwillinge rot-weiß schlagen. Das Zimmer ist ein kölscher Schrein, ein Tempel rheinischen Frohsinns, an dem vor allem die Andenken-Abteilung des 1. FC Köln gut verdient haben dürfte. Geißbock-Girlanden baumeln von der Decke, an der Wand prangt die Vereinsflagge neben einer Autogrammkarte von Willy Millowitsch.

Auf der gegenüberliegenden Seite blickt man auf die Silhouette des Kölner Doms, rot-weiß gestreifte Vorhänge und Geißbock-Kissen setzen Farbakzente, und draußen vor dem Kellerfenster wird eine Kiste Kölsch auf Trinktemperatur gebracht.

Den Grundstein für ihre Liebe zu Köln legte bereits das Geburtsdatum der Zwillinge. ¸¸An Karneval gezeugt und am 11. 11. geboren zu sein, das ist definitiv ein Zeichen', sagt Hartmut. Richtig gepackt hat es sie aber erst 2005, als sie zum ersten Mal den Kölner Karneval erleben. ¸¸Wir haben nur gefeiert, sind nicht ins Bett gekommen und haben nichts verstanden', erinnert sich Volker. Von da an wird geübt. Im Auto läuft nur noch kölsche Musik. So lange, bis die Brüder die Texte mitsingen können.

¸¸Wenn man mit Herzblut dabei ist, lernt man das gerne', sagt Hartmut, ¸¸aber Kölsch singen und trinken ist leichter als sprechen. Da tun wir uns schwer.' Volker wiegelt ab. ¸¸Wenn man erst mal kapiert hat, dass ein G zum J wird, der Rhein zum Rhing, Wein zu Wing und mein zu ming, ist doch eigentlich alles ganz logisch!'

Inzwischen haben die Brüder, die unter dem Namen Die Twins als Alleinunterhalter aufspielen, rund 60 Songs von Bläck Fööss, Höhner und Co. im Repertoire. ¸¸Der treue Husar ist mein Lieblingslied', sagt Volker. ¸¸Da kann sein, was will, das spielen wir immer.' Egal ob Goldhochzeit, 50. Geburtstag oder Fest in der Böblinger Kleingartenanlage. ¸¸Wir wollten als Alleinunterhalter anders sein als der Rest', sagt Volker. ¸¸,YMCA', ,Moviestar', die Lieder kannst du irgendwann echt nicht mehr hören. Und ,1000-mal belogen' erst recht nicht.'

Mal abgesehen von einer Böblinger Halloween-Party und einer Firmenveranstaltung, ¸¸bei der Stimmung echt unerwünscht war', geht das Konzept der beiden auf. ¸¸Die kölschen Lieder kommen bei Schwaben sehr gut an', sagt Hartmut.

Vor zwei Jahren bewerben sich die beiden mit einer Eigenkomposition bei der Fernsehsendung ¸¸Närrische Hitparade'. In der ersten Strophe ihres Liedes ¸¸Et kann im Levve nit alles gelinge' (¸¸Es kann im Leben nicht alles gelingen') geht es um frühkindliche Verdauungsstörungen. ¸¸Der Text war witzig, aber die Melodie hätte flotter sein können', resümiert Hartmut kritisch.

Doch die Sendung wurde abgesetzt, und so weiß Deutschland bisher nichts von der Existenz der beiden Unzertrennlichen, die neben einem gemeinsamen Haus auch denselben Friseur, denselben Beruf haben und beide Singles sind.

Als die ¸¸Twins' einmal Fragen zur kölschen Satzbildung hatten, wendeten sie sich hilfesuchend an den Stuttgarter Verein Die Rheingeschmeckten. Seit vorigem Jahr musizieren sie zusammen mit dessen Vereinschor Jeck-S. Alle zwei Wochen trifft man sich in Sindelfingen, 20 kölsche Lieder werden derzeit für einen Auftritt einstudiert. Hartmut haut auf dem Keyboard in die Tasten, Volker singt mit und ermahnt mit gespielter Entrüstung einen der Chor-Knaben. ¸¸Marco, so geht dat nit!' Es folgt ein schwäbisch-kölscher Schlagabtausch, man einigt sich, dass man das Lied schon mal schlechter gesungen habe, und stimmt ¸¸Rheinhotel' an. Als sie dieses Lied das erste Mal gesungen haben, flog ein Zettel auf die Bühne, auf dem stand: ¸¸Dies ist ein geworfener BH.'

In diesem Jahr werden die beiden Fensterbauer aus Sindelfingen wieder im Stuttgarter Faschingsumzug mitgehen. ¸¸Es ist zwar ¸¸nur' Stuttgart, aber wenn man auf den Schlossplatz kommt und da stehen 20 000 Leute, das ist Gänsehaut pur!'

Bleibt die Frage, weshalb Volker und Hartmut Gampe eigentlich nicht in Köln wohnen. ¸¸Wir haben hier in Sindelfingen unser Traumhaus gebaut, da steckt viel Herzblut drin.' Das mehr als 300 Quadratmeter große Anwesen mit Türmchen teilen sich die Zwillinge mit ihren vier Wellensittichen. Die haben wider Erwarten keine kölschen Namen und sind weiß, grün, blau und gelb. ¸¸Rot-weiße Wellensittiche gibt es ja leider nicht. Aber wir arbeiten daran.'

Hier sind wir zu Hause:

und ausserdem spielen wir Curling:

1978: